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Medienpreis der Deutschen Lungenstiftung: Ausgezeichnete Beiträge vom SRF, BR und der SZ

Erster Platz beim Medienpreis der Deutschen Lungenstiftung 2026

Die Deutsche Lungenstiftung (DLS) hat im Rahmen des aktuell stattfindenden Pneumologie-Kongresses in München den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten „Medienpreis der Lungenstiftung“ verliehen. Den ersten Preis über 3.000 Euro erhielt SRF-Redakteur Nicolas Fäs vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) für „Rauchstopp“, einen Selbstversuch im Video-Format. Der zweite Preis über 2.000 Euro ging an die freie Journalistin Tanja von Ungern-Sternberg aus München für ihre Dokumentation im Bayerischen Rundfunk (BR) „Lebenslinien: Statistisch bin ich unsterblich“ über einen Mukoviszidose-Erkrankten. Einen Sonderpreis über 1.000 Euro gewann Dr. Vivian Pasquet aus Hamburg für ihren Beitrag „Langer Atem“ über das Leben eines Menschen in einer Beatmungsmaschine, erschienen in der Süddeutschen Zeitung (SZ).

„Alle Beiträge haben die breite Öffentlichkeit in besonderem Maße über Lungenheilkunde informiert, sensibilisiert und damit wichtige Aufklärungsarbeit geleistet. Wir waren sehr beeindruckt von der Vielfalt an Themen und Formaten, die eingereicht wurden“, so Dr. Paul Herrmann (in den Fotos links), Jury- und Kuratoriumsmitglied der DLS. Er fand in seiner Laudatio nur lobende Worte.

1. Preis für Selbstversuch zum Rauchstopp im YouTube-Format, Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

In einem rund 20-minütigen Videobeitrag begleitet der erstplatzierte Nicolas Fäs (im Foto in der Mitte) mit seinem Team den Selbstversuch des SRF-Moderators und Rauchers Livio Carlin, der versucht, 30 Tage ohne Zigaretten auszukommen. Der Beitrag zeigt auf, welche Vorteile ein Rauchstopp für die Lunge und den Körper hat. „Der Selbstversuch ist für uns ein Mittel, um Themen möglichst nahbar und transparent zu erzählen. Gerade auf YouTube funktioniert Journalismus unserer Erfahrung nach dann gut, wenn das Publikum eine Reise – mit ihren Höhen und Tiefen – miterleben kann. Dies hat sich beim Thema Rauchstopp angeboten“, so Nicolas Fäs. „Der Gewinn des DLS-Medienpreises ist für das SRF-Impact-Team eine große Anerkennung unserer Arbeit. Es ist für uns eine Bestätigung, dass sich der Aufwand lohnt, neue Formen des Storytellings auszuprobieren und Themen so aufzubereiten, dass sie ein junges Publikum erreichen!“

Mit an dem Filmbeitrag beteiligt waren Lena Oppong (Redaktion), Livio Carlin (Moderator), Sidney Sutter (Kamera, im Foto rechts) und Valentin Mettler (Schnitt). Der Beitrag ist zum Anschauen und auch Weiterempfehlen auf YouTube verfügbar. 

2. Preis über Mukoviszidose-Erkrankten, Bayerischer Rundfunk (BR)

Über den mit 2.000 Euro dotierten zweiten Platz freut sich Tanja von Ungern-Sternberg (im Foto in der Mitte) aus München. Sie ist Autorin und Regisseurin der rund 45-minütigen Dokumentation „Lebenslinien: Statistisch bin ich unsterblich“, die erstmalig am 19. Mai 2025 im BR-Fernsehen ausgestrahlt wurde. Darin geht es um das Leben des Mukoviszidose-Erkrankten Stephan Kruip, der entgegen aller Erwartung bereits das 60. Lebensjahr erreicht hat, Marathonläufer geworden ist und im Deutschen Ethikrat saß. 

Mitbeteiligt an dem preisgekrönten Projekt waren Kameramann Johannes Kaltenhauser, Produzent Robert Eckert und BR-Redakteurin Christiane von Hahn (im Foto rechts). Der Beitrag ist in der ARD-Mediathek abrufbar. 

3. Preis über ein Leben in der Eisernen Lunge, Süddeutsche Zeitung (SZ)

Der mit dem Sonderpreis über 1.000 Euro ausgezeichnete Beitrag von Dr. Vivian Pasquet aus Hamburg ist im März 2024 im Süddeutsche Zeitung Magazin erscheinen. Unter dem Titel „Langer Atem“ porträtierte sie das unglaubliche Leben des Texaners Paul Alexander: Der fast 80-jährige Mann wurde durch das Polio-Virus gelähmt und hat beinahe sein gesamtes Leben in einer Beatmungsmaschine, der „Eisernen Lunge“, verbracht. Unter anderem hat er als Rechtsanwalt gearbeitet. 

Das fesselnde Porträt ist auf sueddeutsche.de veröffentlicht.


Über den DLS-Medienpreis
Die Deutsche Lungenstiftung (DLS) verleiht alle zwei Jahre im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) den „Medienpreis der Lungenstiftung“ für herausragende journalistische Beiträge, die Lungenerkrankungen zum Gegenstand haben. Der Medienpreis würdigt journalistische Arbeiten, die zur Aufklärung und Sensibilisierung für Lungenerkrankungen in der Öffentlichkeit beitragen. Zugelassen sind sowohl Eigenbewerbungen als auch Empfehlungen durch Dritte. Pro Bewerberin oder Bewerber können maximal drei Beiträge eingereicht werden. Nicht berücksichtigt werden rein wissenschaftliche Aufsätze, die in Fachzeitschriften, Büchern oder online von Forschenden publiziert wurden. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Mehr Infos unter Deutsche Lungenstiftung: Medienpreis

Fotos: Mike Auerbach