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Zum morgigen Weltkrebstag: „Lassen Sie sich auf Lungenkrebs screenen!“

Professor Claus Franz Vogelmeier

Lungenkrebs bleibt die häufigste krebsbedingte Todesursache in Deutschland, doch Fortschritte in Prävention, Früherkennung, Forschung und Behandlung geben Hoffnung. „Wir müssen das Bewusstsein für Lungenkrebs weiter schärfen, nur so können wir langfristig mehr Leben retten“, sagt Professor Claus Franz Vogelmeier (Foto), Vorsitzender der Deutschen Lungenstiftung (DLS) anlässlich des bevorstehenden Weltkrebstages am 4. Februar. „Lungenkrebs tötet jährlich Tausende, weil er oft zu spät erkannt wird. Es ist unerlässlich, Prävention durch Rauchverzicht zu priorisieren und die Früherkennung ab April 2026 für Risikogruppen zu nutzen“, betont der Lungenarzt. 

„Moderne Therapien wie zielgerichtete Medikamente und Immuntherapien verlängern das Leben erheblich – dank intensiver Forschung“, hebt Vogelmeier hervor. Die Deutsche Lungenstiftung fordert neben mehr Investitionen in die Forschung auch eine intensivere Aufklärungsarbeit: „Nur wer informiert ist, kann auch rechtzeitig handeln. Eine frühe Lungenkrebs-Diagnose und personalisierte Therapie retten Leben“, sagt der Lungenarzt. 

Ab April: Krankenkassen zahlen Lungenkrebs-Screening für starke Raucher 

Dabei sieht Vogelmeier besonders starke Raucherinnen und Raucher in der Pflicht: „Lassen Sie sich ab April auf Lungenkrebs screenen!“ Hintergrund: Ab April 2026 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für ein Lungenkrebs-Screening bei langjährigen Raucherinnen und Rauchern im Alter von 50 bis 75 Jahren. Anspruch darauf haben Personen, die seit mindestens 25 Jahren regelmäßig und in größerem Umfang rauchen oder ihren Tabakkonsum erst innerhalb der vergangenen zehn Jahre eingestellt haben. Angehörigen rät Vogelmeier: „Unterstützen Sie beim Rauchstopp, sorgen Sie für eine rauchfreie Umgebung und bieten Sie Hilfe im Alltag an.“

Foto: privat